Die Bedeutung von Datenkompetenz für Ihre Mitarbeiter

Hinweis des Herausgebers: Dieser Artikel erschien ursprünglich in Forbes.

Unternehmen, die ihren Entscheidungen eine Datenanalyse zugrunde legen, haben einen signifikanten Wettbewerbsvorteil bei der Bewältigung von Problemen und bei der Planung der zukünftigen Geschäftstätigkeit. Allerdings sind der Zugang zu Daten und die für ein Verständnis der Daten erforderlichen Fertigkeiten in vielen Unternehmen immer noch auf BI-Teams und IT-Experten beschränkt.

Damit Unternehmen das komplette Potenzial ihrer Daten nutzen können, müssen sie ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, Daten bei ihrer Tätigkeit und für die Steigerung der Performance anzuwenden – als Einzelpersonen und als Teammitglied. Dann werden Daten zum Kern der Entscheidungsfindung in allen Abteilungen und für alle Aufgaben und bleiben nicht auf eine Position beschränkt. Diese strategische Entscheidung kann zur Stärkung der Datenkultur führen. Diese Datenkultur geht über Einzelpersonen und Teams hinaus und bedeutet eine grundlegende Änderung der Nutzung von Daten sowie der Denkweise und der Identität in Bezug auf Daten im Unternehmen.

Unternehmen können eine Datenkultur auch durch Förderung von Datenkompetenz weiterentwickeln. Wenn Mitarbeiter eine Datenkultur pflegen sollen, müssen sie in erster Linie die Sprache der Daten sprechen. Über technische Fertigkeiten für die Nutzung von Software hinaus umfasst Datenkompetenz kritisches Denken bei der Interpretation von Daten und die Fähigkeit, ihre Bedeutung anderen zu vermitteln.

25 %
der Mitarbeiter haben das Gefühl, für eine effektive Nutzung von Daten ausreichend ausgestattet zu sein

Quelle: Accenture

Viele Mitarbeiter fühlen sich entweder unsicher bei der Nutzung von Daten oder sind nicht richtig darauf vorbereitet. Um diese Fertigkeitsdefizite bestmöglich zu beseitigen und alle Mitarbeiter dazu zu motivieren, ihren Beitrag zur Datenkultur zu leisten, benötigen Unternehmen Führungskräfte, die Daten nutzen und priorisieren, Community-Programme, die auf den Schulungsbedarf und auf unterschiedliche Lernstile abgestimmt sind, Benchmarks für die Messung des Fortschritts sowie unterstützende Systeme, die kontinuierliche Mitarbeiterentwicklung und -wachstum fördern.

Im Folgenden wird gezeigt, wie Unternehmen ihre Datenkompetenz mit einem Aktionsplan in vier Schritten verbessern können:

1. Führen

Datenkompetenz bedeutet mehr als ein bestimmtes Set an Fertigkeiten. Sie stellt einen zentralen Bestandteil einer Kultur der datengesteuerten Entscheidungsfindung dar. Leitende Führungskräfte spielen dafür eine wichtige Rolle als Sponsoren.

Führungskräfte
Mitarbeiter orientieren sich an Führungskräften, die ihr Bekenntnis zur Datenkompetenz praktisch vorleben – vom Teilen von Datenerkenntnissen in Meetings bis zur Teilnahme an Schulungen zusammen mit den Mitarbeitern. 

„Es ist sehr inspirierend, wenn Sie Ihrem Unternehmen die Daten und Erkenntnisse präsentieren können, die Sie ermittelt haben, und erklären, was Sie mit diesen Informationen erreichen konnten“, meint Jennifer Day, Vice President of Customer Strategy and Programs bei Tableau. „Die Unternehmensführung muss sich aktiv zur datengesteuerten Entscheidungsfindung bekennen, damit diese tatsächlich im gesamten Unternehmen Realität wird.“

Zur Entwicklung eines kritischen Denkens in Bezug auf Daten können Führungskräfte erfragen, wie Daten Entscheidungen unterstützt haben, aber auch zeigen, wie sie Daten für ihre strategischen Maßnahmen genutzt haben.

Durch Darstellung von Erfolgsberichten und Anwendungsfällen über interne Kommunikationskanäle kann der Blick dafür geschärft werden, wie verschiedene Abteilungen Daten nutzen.

Operative Führungskräfte
Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle dabei, dass täglich Daten für Entscheidungen genutzt werden. Sie können dies sicherstellen durch Festlegung eindeutiger Teamziele hinsichtlich der Anwendung von Daten, durch verbesserte Metriken aufgrund einer datenorientierten Entscheidungsfindung und durch klare Zuweisung der Verantwortung ihrer Teams für die Erreichung der definierten Ziele. 

Führungskräfte haben auch die Möglichkeit, mithilfe von Dashboards die Teilnahme an Schulungsprogrammen darzustellen oder die Datenquellen, die von ihrem Team in der Regel genutzt werden, um zu zeigen, wie Mitarbeiter Daten anwenden, und um sie für persönliche Entwicklungspläne zu unterstützen. Die Festlegung der erfolgreichen Nutzung von Daten als zentrales Kriterium in Performance-Prüfungen kann Mitarbeiter ebenfalls dazu bewegen, sich neue Fertigkeiten anzueignen.

Und schließlich können Führungskräfte, wenn sie sich an Schulungssitzungen ihres Teams beteiligen, in Erfahrung bringen, wie unterschiedlich über Daten gedacht wird. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, produktive Vorschläge zu machen und ihre Mitarbeiter dazu zu ermutigen, eigene Methoden für die effektive Nutzung von Daten zu entwickeln. 

Personalleiter
Die Einstellung von Mitarbeitern mit entsprechenden Datenfertigkeiten und die Unterstützung der Weiterentwicklung der Beschäftigten spielen für eine datenkompetente Belegschaft eine ebenso wichtige Rolle. 

„Die Personalabteilung ist für mich eine der wichtigsten Abteilungen, weil sie mit den größten Einfluss auf die Datenkompetenz hat“, stellt Sarah Nell-Rodriquez fest, Principal High-Touch Success Manager bei Tableau. 

Personalmanager können sicherstellen, dass die Maßnahmen zur Förderung der Datenkompetenz Mitarbeiter in zentralen Geschäftsbereichen qualifizieren, dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen und maßgeschneiderte Programme implementieren. Sie können neue Positionen zur Entwicklung interner Communitys anregen und Mitarbeiter als Daten-Champions nominieren, die Kollegen helfen, Daten in ihrer täglichen Arbeit zu nutzen.

„Führungskräfte haben die Möglichkeit, (...) dafür zu sorgen, dass Mitarbeitern bewusst ist, dass Daten Teil der Arbeitskultur sind. (...) Es gehört zu ihrer Aufgabe, die Geschäftstätigkeit weiterzuentwickeln.“Sarah Nell-Rodriquez, Principal High Touch Success Manager bei Tableau

2. Schulen

Durch das Angebot spezieller, auf Arbeitserfahrung und Position zugeschnittener Lernpfade kann ein erfolgreiches Schulungsprogramm alle Mitarbeiter dort abholen, wo sie gerade stehen. 

Selfservice-Lernen
Dieser Ansatz ist „für Mitarbeiter geeignet, die ein bestimmtes Problem lösen müssen, also ad-hoc Hilfe benötigen“, sagt Ravi Mistry, einer von drei Dutzend Tableau Zen Master. Dies sind von Tableau ausgewählte Experten, die die End-to-End-Analytics-Plattform von Tableau beherrschen und jetzt andere anleiten, wie man sie nutzt.

Mit Referenzleitfäden für digitale Prozesse und Tutorials für bestimmte Aufgaben können Mitarbeiter kleinere Wissenslücken beheben und so möglichen Frust minimieren. Sie müssen damit auch niemand anderes um Hilfe bitten und dessen Arbeit stören. 

Darüber hinaus sind von Datenspezialisten moderierte Foren unverzichtbare Anlaufstellen für Lösungen. Wenn Sie diese Angebote über eine einzige Schulungsplattform oder über das Intranet des Unternehmens bereitstellen, finden die Mitarbeiter mühelos, was sie benötigen. 

Rollenbasierte Schulungen
Datenkompetenzschulungen für bestimmte Aufgaben helfen Mitarbeitern, mit den speziellen Daten zu arbeiten, auf die sie bei ihrer Arbeit stoßen.

„Nicht jeder wird über Nacht zum Datenanalysten“, sagt Mistry. „Es geht in erster Linie darum, den Mitarbeitern zu helfen, ihre Aufgaben besser zu erledigen.“ Unternehmen können von Trainern durchgeführte Schulungen sowie Schulungskurse für ein Selbststudium anbieten oder punktuelle Sitzungen wie Live-Webinare veranstalten. 

Mit Materialien, die zu kontinuierlichem Lernen anregen, lässt sich sicherstellen, dass die Fertigkeiten der Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand sind, wenn sich Technologie und Geschäftstätigkeit weiterentwickeln. Mit Teamschulungskursen haben Sie die Möglichkeit, die Nutzung von Daten durch Mitarbeiter bei der Teamarbeit zu verbessern. Inzwischen können abteilungsübergreifende Workshops zur Problemlösung das Bewusstsein schärfen, dass eine datengesteuerte Entscheidungsfindung sowohl für das Unternehmen als Ganzes als auch für die einzelnen Beteiligten wichtig ist.

Entwicklung fortgeschrittener Fertigkeiten
Mitarbeiter, die öfters mit Daten und Analytics arbeiten, können mit einer intensiveren Datenkompetenzschulung, aber auch mit internen und externen Zertifizierungen ihre Produktivität verbessern sowie Innovation vorantreiben und gleichzeitig dabei helfen, mehr Unterstützer als auch Mentoren zu gewinnen und Anreize für sie zu schaffen. 

21 %
der Mitarbeiter sind mit ihrer Datenkompetenz zufrieden

Quelle: Accenture

Workshops oder Seminare sind hilfreiche Instrumente zur vertieften Schulung eines bestimmten Softwaretools und können deutlich machen, wie sich mithilfe von Technologie spezielle Erkenntnisse gewinnen lassen. Mehr datenerfahrene Mitarbeiter können der Ausgangspunkt für offizielle Schulungsprogrammen sein, die eingehend Fertigkeiten in Bezug auf Analytics- und statistische Konzepte vermitteln. 

„Dabei geht es darum, Mitarbeitern zu zeigen, wie Technologie und Daten (...) ihnen helfen können, ihre Arbeit besser zu erledigen und noch mehr Begeisterung dafür zu entwickeln.”Ravi Mistry, Tableau Zen Master

3. Messen

Durch Festlegung von Zielwerten für Datenkompetenz auf Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens können die Auswirkungen der Datenkulturmaßnahmen quantifiziert werden.

Erfolgsindikatoren
Performance-Metriken sind zentrale Indikatoren dafür, ob und wie die Maßnahmen zur Stärkung der Datenkultur wirken. Bestimmen Sie die Metriken, die sich verbessern sollten, wenn die Nutzung von Daten zunimmt, und bewerten Sie regelmäßig den Fortschritt, um zu ermitteln, wo Ihr Schulungsprogramm verbessert werden kann. 

Mit geeigneten Schulungszielen kann die Datenkompetenz in Bereichen verbessert werden, die die Performance des Unternehmens insgesamt steigern. Durch Quantifizierung des geschäftlichen Mehrwerts, den Datenkompetenzprogramme generieren, lassen sich auch Führungskräfte für die Unterstützung gewinnen. 

Schließlich kann die Zusammenstellung von Metriken, Anwendungsfällen und Erfahrungsberichten dem Unternehmen helfen, einen starken Zusammenhang zwischen einer höheren Datenkompetenz und verbesserten Geschäftsergebnissen aufzuzeigen.

Bewertung der Datenfertigkeiten
Mithilfe von Selfservice-Berichten oder offiziellen Evaluierungen zur Bewertung der Datenkompetenz der einzelnen Mitarbeiter lässt sich für Unternehmen feststellen, wo Unterstützung erforderlich ist, aber auch, welche Lösungen ein Problem potenziell beheben. Dashboards können auch hilfreich sein, um Führungskräften die Datenquellen zu zeigen, die die Mitarbeiter nutzen, sowie die Stärken und Schwächen von Datenprozessen. 
 
„Ein offizielles Schulungsprogramm ist enorm wichtig, da jede offizielle Schulung auch eine Beurteilung beinhaltet“, meint Nell-Rodriquez. „Sie erhalten damit einen vordefinierten Lernpfad auf der Basis dessen, was für die Mitarbeiter notwendig ist.“

4. Unterstützen

Die Entwicklung von Datenkompetenz ist ein fortlaufender Prozess. Um die Motivation hochzuhalten und für ein kontinuierliches Lernen zu sorgen, benötigen Mitarbeiter Kontakt zu Experten, eine intuitive Software sowie eine solidarische Community.

Wissenskuratoren
Die Mitwirkung von Datenspezialisten wie Analysten, die die Vorteile der Nutzung von Daten aufzeigen, macht Daten für Einsteiger zugänglicher. Der Tableau Zen Master Mistry denkt dabei an Analysten, die als „Wissenskuratoren“ fungieren und ihre Kollegen anleiten, wie man Daten erfolgreich bei der jeweiligen Tätigkeit nutzt. „Das Ziel ist es, jedem Mitarbeiter grundlegende Fertigkeiten für die Analyse zu vermitteln“, meint er. Dies unterscheidet sich von herkömmlichen Business Intelligence-Modellen, bei denen Analysten und IT-Experten die Daten für das gesamte Unternehmen erfassen und analysieren. 

Interne Datenexperten können auch Sprechstunden anbieten, in denen Mitarbeitern geholfen werden kann, einzelne Projekte abzuschließen sowie Probleme zu beheben, und gemeinsam verschiedene Möglichkeiten zur Interpretation von Daten erörtert werden können. 

Intuitive Software
Datentechnologielösungen für ein Unternehmen müssen auf die unterschiedlichen Arbeitsanforderungen und Qualifikationsstufen angepasst sein und allen Mitarbeitern den Zugriff auf Daten ermöglichen sowie deren Analyse und Weitergabe – und die intensive Erkundung, wie diese für die täglichen Arbeitsaufgaben genutzt werden können.

Herausragende Software ermittelt, was Benutzer erledigen möchten, und leitet sie mit logischen Schritten nahtlos durch den Workflow.

Daten-Communitys
Netzwerke engagierter Datenbenutzer schaffen ein Umfeld, in dem sich Mitarbeiter in der Sprache der Daten weiterqualifizieren können. 

Die besten Daten-Communitys entfachen Begeisterung durch Programme wie interne Wettbewerbe und Lunch-and-Learn-Veranstaltungen. Externe Netzwerke, die zwischen Unternehmen, die die gleichen Datentools nutzen, eine Verbindung schaffen, bieten Möglichkeiten für regelmäßige Veranstaltungen wie z. B. Datenvisualisierungswettbewerbe zur Entwicklung von Fertigkeiten und zum Austausch mit Kollegen. Ehrenamtliche Projekte, z. B. solche für gemeinnützige Organisationen, können Mitarbeiter dazu motivieren, Datenanalysen jenseits der täglichen Arbeitsaufgaben in der Praxis auszuführen.

Wenn Community-Mitglieder sich über Lernerfahrungen, Ideen und Erfolgserlebnisse austauschen, schaffen sie ein Zusammengehörigkeitsgefühl und verbinden Mitarbeiter über die gemeinsame Mission, die Geschäftstätigkeit mithilfe von Daten zu verbessern.

„Es geht vor allem darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem man sich der Bedeutung von Daten bewusst ist (...) und in dem es Möglichkeiten für Ihre Mitarbeiter gibt, die Fertigkeiten zu erwerben, die sie für den nächsten Schritt benötigen.“Jennifer Day, Vice President Customer Strategy And Programs, Tableau

Verbesserung der Datenkompetenz Ihrer Mitarbeiter

Die Effektivität der Maßnahmen hängt vom jeweiligen Unternehmen und den Mitarbeitern ab: Ein erfolgreiches Datenkompetenzprogramm beinhaltet Schulung, Softwaretools und digitale Prozesse, die Mitarbeiter dazu motivieren, sich fortwährend weiterzubilden sowie ihre Fertigkeiten zu verbessern, und gleichzeitig ein datenorientiertes Denken als zentrale Qualifikation etablieren.

Weitere Informationen zur Verbesserung der Datenkompetenz in Ihrem Unternehmen finden Sie in den folgenden Materialien:

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